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Arbeitskreis Heimische Orchideen NRW

In unserer von Natur aus fast vollständig von Laubwald bedeckten Landschaft stellten Moore (neben offenen Gewässern und Felsstandorten) die einzigen waldfreien Lebensräume dar. Die für Nordeuropa typischen Hochmoore strahlen in der westfälischen Bucht bis in unser Gebiet aus, wurden aber bis auf kleine, meist degradierte Reste vernichtet. Hochmoore sind rein durch Regenwasser gespeist, durch Wachstum typischer Torfmoosarten (Sphagnum spec.) charakterisiert und erreichen Torfmächtigkeiten von über 10 Metern. Flach- oder Niedermoore werden dagegen von mehr oder weniger mineralstoffreichem Grundwasser gespeist. Eine Zwischenstellung nehmen die Übergangs- und Heidemoore ein, die als torfmoosreiche Biotope zusätzlich noch mit nährstoffhaltigem Grund- und Oberflächenwasser gespeist werden.

Während die Hochmoore dem Torfabbau, der Entwässerung und anschließender intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzung zum Opfer fielen, werden große Niedermoorbereiche in den Flußniederungen, ebenfalls meist nach Entwässerung, z.T. bereits seit Jahrhunderten als feuchtes und nasses Grünland genutzt. Die extensive Weideoder Wiesennutzung ermöglichte die Ausbildung einer ganzen Reihe von Feuchtgrünland- Gesellschaften, die den Lebensraum für eine Reihe von Orchideenarten darstellen. 

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