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Arbeitskreis Heimische Orchideen NRW

Weißes Waldvögelein; Bleiches Waldvögelein

Cephalanthera damasonium (MILLER) DRUCE

Etymologie:
(griech.) kephale: Kopf; anthera: Staubbeutel
damasonium: antiker Pflanzenname (aus der römischen Literatur)

Blütezeit: Mitte Mai bis Mitte Juni

Typische Merkmale: 10-60cm hoch. Eiförmige bis länglich-ovale Laubblätter, untere Tragblätter meistens deutlich länger als der Fruchtknoten, die oberen manchmal etwas kürzer. Blüten weiß bis cremefarben, meist ziemlich geschlossen. Lippe am Grund mit großem gelbem Fleck und 3 gelben Längsleisten. Kein Sporn.

Variationsbreite: Die Art ist wenig variabel; selten kommen chlorotische Pflanzen, d.h. Pflanzen mit weißen Stengeln und Blättern ohne Chlorophyll (Blattgrün), vor.

Ähnliche Arten: Cephalanthera longifolia unterscheidet sich durch die schmaleren, längeren Blätter, die sehr kleinen Tragblätter und die deutlich weiter geöffneten Blüten.

Biotop: Laubwälder, Waldränder, Gebüsche, seltener Misch- oder Nadelwälder, vorwiegend auf Kalk.

Verbreitung in NRW: Die Art ist in den an Buchenwäldern reichen Kalkgebieten der Eifel und des Weserberglandes weitverbreitet und häufig. Insbesondere in den Wäldern um Lengerich gibt es große Bestände. Auch in den Kalkgebieten der Westfälischen Bucht und des Süderberglandes kommt die Art regelmäßig vor, meidet jedoch die höheren Lagen. Im Niederrheinischen Tiefland ist sie bislang nicht nachgewiesen worden, in der Niederrheinischen Bucht ist sie weitgehend auf die Randlagen zum Bergland hin beschränkt.

Gefährdung: Biotopveränderungen, z. B. durch Ablagern von Reisig am Wuchsort

Rote Liste NRW: * (ungefährdet)

 

Stand: 05.2019. Für weitere Informationen und Quellen siehe unsere Buchpublikation 2018

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