Nordrhein-Westfalen des BUND NW

 

Mücken-Händelwurz - Gymnadenia conopsea (L.) R. BROWN

 

Etymologie:
(griech.) gymnos: nackt; (griech.) aden: Drüse
(griech.) conops: mücken(artig)

Typische Merkmale: Blätter nicht zahlreich (unter 10), schmal (bis 1 cm), lineal-lanzettlich, rinnig, obere brakteenähnlich. Blütenstand locker- und vielblütig, zylindrisch. Blüten klein, hell- bis dunkelrosa, selten weiß. Seitliche Sepalen abstehend, mittleres Sepalum mit Petalen einen Helm bildend. Lippe dreilappig, ohne Zeichnung. Sporn dünn, abwärts gebogen, bis doppelt so lang wie der Fruchtknoten.

Variationsbreite: Die Art wird in der Literatur als sehr inhomogen bezeichnet, wovon zahlreiche beschriebene Unterarten und Varietäten zeugen. So verweisen REINHARD et al. (1991) auf die große Variabilität der Art und nennen Chromosomenzahlen von 40, 80, 100, und 120 für Material aus Niederösterreich. In Nordrhein-Westfalen ist die Art abgesehen von Pflanzengröße und Blütenzahl wenig variabel.

Biotop: Halbtrockenrasen, Gebüsch, Flachmoore.

Foto: S. Sczepanski
       
Foto: S. Sczepanski

Blütezeit: Juni bis Ende Juli

Verbreitung in NRW: Die Art hat in NRW Verbreitungsschwerpunkte im Diemel-Wesergebiet und in der Eifel. Viele der Fundorte in Feuchtgebieten sind durch Trockenlegung seit langem verschwunden.

Rote Liste NRW: 3N (gefährdet, von Naturschutzmaßnahmen abhängig)

Gefährdung: Biotopveränderungen