Weiße Waldhyazinthe - Platanthera bifolia (L.) L. C. M. RICHARD

Etymologie:
(griech.) platys: breit; anthera: Staubbeutel (die Staubbeutel sind bei vielen Arten dieser Gattung sehr breit)
(lat.) bi: zwei; folium: Blatt zweiblättrig

Typische Merkmale: Zwei Laubblätter, breit eiförmig, fast gegenständig, am Stengelgrund. Blütenstand zylindrisch, locker, meist vielblütig. Brakteen lanzettlich, so lang wie der Fruchtknoten. Blüten weiß. seitliche Sepalen ausgebreitet, mittleres mit den sichelförmig gebogenen Petalen zu einem Helm zusammengeneigt. Lippe zungenförmig, abwärts gerichtet, mit grünlicher Spitze. Sporn fadenförmig, viel länger als der Fruchtknoten.

Variationsbreite: Die Nominatsippe ist außer in der Pflanzengröße wenig variabel. In der Eifel und in der Senne kommt eine sehr kleine dichtblütige Sippe vor, die meist als Platanthera bifolia ssp. graciliflora Bisse bezeichnet wird. BISSE (1963) hat jedoch unter diesem Namen Pflanzen beschrieben, die identisch mit der weit verbreiteten Nominatsippe sind.

Biotop: Halbtrockenrasen, Waldränder und Lichtungen, auf sauren Böden oder auf Kalk.

Foto: S. Sczepanski
       
Foto: S. Sczepanski

Blütezeit: Juni bis Anfang Juli

Verbreitung in NRW: Die Art ist wesentlich seltener als ihre Schwesternart, die Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha). In Ostwestfalen und dem Sauerland ist ein erheblicher Rückgang festzustellen.

Rote Liste NRW: 3 (gefährdet)

Gefährdung: Lichtmangel in dichterem Wald, Biotopveränderungen.

 

 

 

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