Dichtblütige Mücken-Händelwurz - Gymnadenia conopsea subsp. densiflora (WAHLENB.) K. RICHTER

Etymologie:
(griech.) gymnos: nackt; (griech.) aden: Drüse
(griech.) conops: mücken(artig)
(lat.) densiflorus: dichtblütig

Typische Merkmale: Blätter zahlreich, kräftiger als bei der Nominatsippe, 2 bis 3 cm breit, lineal-lanzettlich, rinnig. Blütenstand walzenförmig, viel- und dichtblütig. Blüten klein, hell- bis dunkelrosa. Seitliche Sepalen abstehend. Lippe dreilappig. Sporn dünn, etwas länger als der Fruchtknoten. Blühbeginn ca. 2 bis 4 Wochen nach der Nominatsippe.

Variationsbreite: Die Unterart ist wenig variabel.

Biotop: Kalkflachmoore, Feuchtwiesen, wechselfeuchte Kalk-Halbtrockenrasen.

Blütezeit: Ende Juni bis Mitte August

Verbreitung in NRW: Die Unterart ist nur an einigen wenigen Fundorten in NRW sicher nachgewiesen. In mehreren Populationen der Stammart gibt es Pflanzen, die vom Habitus der Unterart densiflora entsprechen, aber gleichzeitig mit der Stammart blühen. Das Daten-material der Kartierung ist nicht ausreichend für eine klare Abgrenzung.

Rote Liste NRW: 2 (stark gefährdet)

Gefährdung: Biotopveränderungen

Foto: S. Sczepanski

Taxonomie: Gymnadenia conopsea subsp. densiflora wird von verschiedenen Autoren widersprüchlich bewertet. Einige halten sie für eine klar abtrennbare Unterart, andere für eine Ökoform in der Rangstufe einer Varietät. MÖSELER (1987) bezeichnet sie als eine klar abtrennbare Subspezies, was gerade für einige Eifelpopulationen nachvollziehbar ist, aber schon im restlichen Nordrhein-Westfalen und erst recht im gesamten Verbreitungsgebiet zu Schwierigkeiten führt.

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