Korallenwurz - Corallorrhiza trifida CHÂTELAIN

Etymologie:
(griech.) korallion: Koralle; rhiza: Wurzel
(lat.) trifidus: dreispaltig

Typische Merkmale: Zierliche Pflanze ohne Laubblätter, lediglich scheidenartige Blätter am Stengel. Tragblätter sehr kurz (ca. 2 mm). Korallenartig verzweigtes Rhizom (Name). In der Regel 4 bis 8 Blüten (selten mehr), Sepalen und Petalen grün, häufig braunrot überlaufen. Petalen und mittleres Sepalum einen lockeren Helm bildend. Lippe weiß mit roten Punkten und zwei Längsleisten am Rande der Nektarrinne am Lippengrund.

Variationsbreite: Pflanzen mit fehlender Lippenzeichnung, insgesamt wenig variabel.

Biotop: Schattige, humusreiche, moosige Nadel- und Laubwälder; Moore.

Blütezeit: Ende Mai bis Mitte Juni

Foto: S. Sczepanski
       
Foto: S. Sczepanski

Verbreitung in NRW: Die zirkumpolar verbreitete Art erreicht im südöstlichen Westfalen die NW-Grenze ihrer mitteleuropäischen Verbreitung. Im Flachland kommt sie nicht vor. In NRW sind nur zwei Fundorte mit wenigen Exemplaren bekannt, so daß die Art im höchsten Maße bedroht ist. An den nächstgelegenen Fundorten im angrenzenden Bereich von Hessen sind die Bestände deutlich zurückgegangen. In Niedersachsen ist sie verschollen; in Rheinland-Pfalz wurde 1993 nach über 30 Jahren ein Fundort im Hunsrück wiederentdeckt.

Rote Liste NRW: 1 (vom Austerben bedroht).

Gefährdung: Biotopveränderungen, Absinken des Wasserstandes. Die zwei einzigen bekannten Vorkommen der Art in NRW besitzen allerhöchste Schutzwürdigkeit.

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