Grüne Hohlzunge - Coeloglossum viride (L.) HARTMAN

Etymologie:
(griech.) koilos: hohl; glossa: Zunge
(lat.) viridis: grün

Typische Merkmale: Drei bis sieben Laubblätter, eiförmig (unterstes) bis länglich, obere lanzettlich. Blüten mit gelblichgrünem, zu einem Helm zusammengeneigten Perigon. Kurzer sackartiger Sporn. Lippe gelbgrün, häufig braunrot überlaufen, zungenförmig, am Ende dreilappig mit kurzem Mittellappen.

Variationsbreite: In der Lippenfarbe (gelbgrün bis braunrot). Die Pflanzen sind in NRW häufig größer als in den Alpen.

Biotop: Magerrasen, trockene bis feuchte kurzgrasige Wiesen. Auf basischen und auf sauren Böden.

Blütezeit: Ende Mai bis Mitte Juli

 

Foto: S. Sczepanski
       
Foto: S. Sczepanski

Verbreitung in NRW: Die zirkumpolar vorkommende Art hat im nordwestdeutschen Flachland eine Verbreitungslücke. In NRW kommt sie nur noch in der Eifel vor. In Ostwestfalen und im Sauerland sind alle früheren Vorkommen erloschen. Die verbliebenen Fundorte sind besonders schutzwürdig!

Rote Liste NRW: 2N (stark gefährdet; von Naturschutzmaßnahmen abhängig)

Gefährdung: Außer in der Eifel ist im 20. Jahrhundert ein starker Rückgang in NRW und den benachbarten Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz (in Niedersachsen ausgestorben) zu verzeichnen, bedingt durch die Aufgabe extensiv genutzter Wiesen und Weiden oder durch ihre Düngung.

 

 

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