Ohnsporn, Hängender Mensch – Aceras anthropophorum (L.) W. T. AITON

Etymologie:
(griech.) a-: ohne; keras: Hornd
(griech.) anthropophorus: menschentragend

Typische Merkmale: Spornlose Blüte (Name). Sepalen und Petalen zu einen Helm zusammengeneigt, grünlich mit rotbraunem Rand. Lippe gelb, manchmal am Rand bräunlich bis rot überlaufen, mit zwei Seitenlappen und einem geteilten Mittellappen, so daß die Zipfel wie Arme und Beine aussehen (zweiter Name). am Lippengrund zwei seitliche, helle, glänzende Wülste, die einen Sporneingang vortäuschen.

Variationsbreite: Variabel nur in der Färbung der Lippe.

Biotop: Halbtrockenrasen, lichtes Gebüsch, vorwiegend auf südexponierten Hängen (wärmeliebende Art), nur auf Kalk.

Blütezeit: Anfang Mai bis Mitte Juni

 

Foto: S. Sczepanski
       
Foto: S. Sczepanski

Verbreitung in NRW: Die Art erreicht in NRW die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Sie kommt in NRW fast nur in der Eifel vor, hat dort an einigen Fundorten beträchtlich zugenommen und besiedelt gelegentlich gemähte Straßengräben als Sekundärbiotop. Einzelne Vorkommen konnten in Ostwestfalen neu entdeckt werden, sind aber nach wenigen Jahren infolge eines strengeren Winters wieder erloschen. Im angrenzenden Nordhessen gibt es noch einige wenige Fundorte.

Rote Liste NRW: 3N (gefährdet; von Naturschutzmaßnahmen abhängig)

Gefährdung: Verbuschung der Biotope durch Fehlen von Beweidung bzw. Mahd

 

 

 

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